Neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) - update

13.02.2020

Neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) - Verdachtsabklärung und Maßnahmen

Verdachtsabklärung und Maßnahmen - Orientierungshilfe des RKI für Ärzte
11.02.2020

Neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) - Diagnostik im Labor Augsburg MVZ

Der Nachweis des neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) aus Nasen-/Rachenabstrichen, Sputum und anderen Materialien des Respirationstraktes wird ab 10.02.2020 in Augsburg durchgeführt.

 

Bitte trockenen Tupfer einsenden. Bei gleichzeitig gewünschter Untersuchung auf Influenza bitte 2 Abstriche entnehmen!

 

Hinweis: Die Positivenrate bei Anforderungen auf Influenza beträgt z.Z. ca. 40 %.

03.02.2020

Neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) - Abrechnung und Meldepflicht

Ab 1. Februar Kassenleistung. Meldepflicht nach §§ 6,7 IfSG

Der Nachweis des neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) ist seit 1. Februar 2020 Kassenleistung, sofern die Falldefinition des RKI erfüllt ist. Durch Angabe der Ausnahmekennziffer 32006 bei Ihrer KV-Abrechnung wird Ihr Wirtschaftlichkeitsbonus nicht belastet.

 

Seit 30. Januar 2020 gilt die Verordnung über die Ausdehnung der Meldepflicht nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und § 7 Absatz 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes.

30.01.2020

Neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) - Diagnostik und Meldepflicht

Das neue Coronavirus – 2019-nCoV – breitet sich derzeit mit erheblicher Geschwindigkeit innerhalb Chinas und auf weitere Länder aus. Ein erstes Cluster aus 4 Fällen wurde am 28.01.2020 aus Bayern gemeldet. Noch besteht für alle außerhalb Chinas nachgewiesenen Fälle ein epidemiologischer Zusammenhang mit dem ursprünglichen Geschehen, demzufolge ist ein Krankheitsverdacht aktuell nur bei akuter respiratorischer Symptomatik und Kontakt zu bestätigtem 2019-nCoV-Fall bzw. Aufenthalt in China innerhalb der Inkubationszeit von 14 Tagen begründet. Diese Einschätzung kann sich in Abhängigkeit von der epidemiologischen Situation kurzfristig ändern.

 

Diagnostik

 

Der Nachweis von 2019-nCoV erfolgt ausschließlich als Direktnachweis der Virus-RNA mittels PCR aus Abstrichen und Sekreten des Respirationstraktes.

Geeignet sind Nasen-Rachen-Abstriche (Bitte trockenen Abstrichtupfer verwenden, keine Tupfer mit Gel!), Sputum, Trachealsekret und BAL.

Bitte denken Sie bei der Diagnostik an die aktuelle Grippewelle (Eine Influenza ist zzt. deutlich wahrscheinlicher als eine Infektion mit 2019-nCoV!) und an die Differential-diagnostik bakterieller Infektionen, die ggf. eine Antibiotikagabe erfordern. Sowohl bei Influenza als auch bei Coronavirusinfektionen stellt eine bakterielle Superinfektion eine schwere, ggf. lebensbedrohliche Komplikation dar!

 

Die Untersuchung auf 2019-nCoV versenden wir gegenwärtig noch an ein Partnerlabor im Sonic-Verbund, sie steht in Kürze auch bei uns zur Verfügung. Die PCR auf 2019-nCoV ist bisher noch keine Kassenleistung, so dass betroffene Patienten bis zu einer Entscheidung der KV eine Rechnung erhalten, die sie bei Ihrer Krankenkasse einreichen müssen. Die Kosten belaufen sich momentan auf 147,48 € (1,15 GOÄ), ggf. entstehen im positiven Fall weitere Kosten durch einen notwendigen Bestätigungstest.

 

Meldepflicht

 

Bei Krankheitsverdacht besteht namentliche Meldepflicht nach §6 IfSG, Abs. (1), Satz 5 „Auftreten einer bedrohlichen übertragbaren Krankheit“ für den behandelnden Arzt. Positive Nachweise im Labor werden von uns auf der Basis von §7 IfSG, Abs. (2) an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet.

 

Diese Information basiert auf dem Erkenntnisstand vom 29.01.2020. Die epidemiologische Situation und ggf. davon abgeleitete Empfehlungen der Gesundheitsbehörden ändern sich momentan mit hoher Dynamik. Aktuelle Daten und Empfehlungen finden Sie unter anderem im Informationsangebot des Robert-Koch-Institutes und der WHO.

 

Regelmäßige Updates zu den von uns angebotenen Möglichkeiten der Labordiagnostik stellen wir Ihnen in unserem Webangebot unter /aktuelles/coronavirus zur Verfügung.

 

Bitte denken Sie bei der Behandlung von Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen an notwendige Hygienemaßnahmen einschließlich Patiententrennung und an den Schutz des Praxispersonals vor Ansteckung.